Trotz des kleinen Maßstabes, findet man am vollgepackten
Chassis eine echte Radaufhängung. Die Vorderräder werden mittels einem festen
unteren Querlenker und einem oberen beweglichen Querlenker geführt. Jedes
einzelne Rad besitzt ein funktionierendes Federbein. Die hintere Aufhängung
besitzt je Rad einen Dreiecksquerlenker mit Federbein.
Dabei zeigen die einzelnen Räder beim Einfedern die
Charakteristik einer Pendelachse. Starke Sturzveränderungen bewirken beim
Einfedern einen zusätzlichen Abstützeffekt in den Kurven.
Trotz der beengten Platzverhältnissen findet man im XMODS
eine vollwertige proportionale Fernsteuerung. Im Einzelnen sind im Bild folgende
Details zu erkennen. 1.) Der Wechselquarz, der eine Änderung der Funkfrequenz
ermöglicht. Die entsprechenden Quarze gibt unter der Bestell-Nr.:
59706
Insgesamt stehen 12 Frequenzen zur Auswahl, sodass man also
zusammen mit 11 Gleichgesinnten spannende Rennen veranstalten kann.
2.)
Anschlußstecker für den optionalen Beleuchtungssatz 3.) Kondensatoren des
vorbildlich entstörten Motor
Wo Vortriebskraft heraus kommen soll, muß Energie rein
gesteckt werden. Diese Energie wird von 4 Mignon Batteriezellen geliefert. Der
Wechsel der einzelnen Zellen ist ungemein praktisch, da hierzu nur ein
Kunststoffclip pro Seite entfernt werden muß.
Die vom Motor in Umdrehung umgesetzte Energie wird über ein
auf ein Kunststoff Kugeldiff auf die Hinterachse übertragen, welches sehr
leichtgängig arbeitet.
Die wichtigsten Details der Chassis Oberseite sind nun
abgehandelt, weshalb wir uns der Unterseite zuwenden. Die Unterseite ist relativ
glatt, wobei aus konstruktiven Gründen die Differential Ausbuchtungen heraus
ragen. Auffallend sind die Kühlrippen, die für das thermische Wohlbefinden des
Motors und der Elektronik sorgen.
Der an der Unterseite plazierte Ein/Aus Schalter der
Elektronik bzw. des Empfängers ist wohlweislich versenkt angebracht. Ansonsten
würde das Modell wohl des öfteren während der Fahrt abschalten.
Nun gut, was fehlt denn noch? Na klar, die Felgen mit der
Slick Bereifung. Denn ohne diese kommt es kaum zum Vortrieb. Die Felgen sind,
wie bei Carson gewohnt, sehr realistisch gestylt. Wobei die Reifen nicht
verklebt werden, sondern durch die Form der Felge auf dieser gehalten werden.
Mittels eines beigefügten Werkzeuges werden die
Sechskantmuttern auf die Gewindeenden der Achsen geschraubt und damit die Räder
gesichert. Hier ist eigentlich auch die einzige Verbesserung, die auf unserer
Wunschliste steht. Wünschenswert wäre ein etwas längerer Mutternschlüssel mit
einem kleinen Griff, denn das Handling ist doch eine arge Fummelei mit dem
kleinen Teil. Des weiteren stehen Metallmuttern auf der Wunschliste, da die
Kunststoffmuttern beim Verschrauben leicht verkanten, und so oft schief auf
gedreht werden.
Nach erfolgreicher Montage der Räder steht das nackte Chassis
vor uns. Nun ist besonders gut die drangvolle Enge zu erkennen, wobei aber immer
noch ein sehr geordneter Eindruck vorherrscht.
Aber bevor es auf die Strecke geht, sollten noch ein paar
Wartungsarbeiten durch geführt werden. Einige wichtige Stellen bedürfen unsere
besonderer Aufmerksamkeit. Denn wie heißt es so treffend, nur wer gut schmiert,
der gut fährt. Dabei sollte man aber nicht zuviel des Guten tun. Denn es ist
immer zu berücksichtigen. Das Chassis sammelte sehr schnell Flusen und Staub vom
Boden auf. Denn immer daran denken, hier handelt es sich um einen Indoor Racer.
Und für den kleinen Maßstab bedeuten Flusen und Staubpartikel schon ernsthafte
Störfaktoren. Wer also zuviel ölt, bewirkt ein erhöhtes aufsammeln dieser
Fremdkörper. Also wohl dosiert ölen. Ein kleiner Tropfen pro Pflegestelle reicht
vollkommen aus. Im einzelnen sollten die Achslager behandelt werden, und auch
das Motorritzel. Diese Maßnahmen erleichtern den Rollwiderstand und vermindern
den Verschleiß. Überhaupt sollte man nach den Einsätzen öfter einmal das
Motorritzel und die Verzahnung des Diffs kontrollieren. Fusel und Fremdkörper
können sich hier fest setzen. Mit einer Pinzette lassen sich diese aber leicht
entfernen. Führt man diese Wartung nicht durch, kann im Extremfall der Antrieb
blockieren.
Zum Abschluß der Chassisarbeiten wird noch die
Empfangsantenne montiert, die aus einem einfachen Federstahldraht besteht. Dabei
ist darauf zu achten, dass die Abwinklung nach hinten montiert wird, damit die
Lage der Antenne zwischen zwei Kunststofflaschen fixiert wird.